Jobben

Für viele gehört das Jobben zum Studienalltag dazu. Einige sind durch ein Firmen-Praktikum in die Arbeitswelt gerutscht, verdienen sich etwas nebenbei und bauen ein Netzwerk für später auf. Andere müssen Geld verdienen, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. Wiederum gibt es auch Studentinnen und Studenten, die nur in den Semesterferien arbeiten und davon dann in der Vorlesungszeit zehren.

Aus welchen Gründen du dich für das Jobben entscheidest, ein Job sollte möglichst ausreichen, damit du dich noch auf dein Studium konzentrieren kannst. Mit zwei und mehr Nebentätigkeiten besteht immer die Gefahr, dass das Studium zu kurz kommt. Außerdem können dich die Erfolgserlebnisse auf Arbeit schnell ablenken und du lässt dadurch dein Studium schleifen. Nicht zu vergessen, die finanzielle Bestätigung tut einfach gut, aber letztlich zieht sich dadurch dein Studienabschluss hin.

ArbeiterKind.de-Tipp
Auch wenn du neben dem Studium jobbst, stelle stets einen BAföG-Antrag und bewirb dich auf ein Stipendium! Versuch es, denn je weniger du wegen des Geldes jobben gehst, desto mehr kannst du dich auf dein Studium konzentrieren. Die meisten, die als Erste in ihrer Familie studieren, finanzieren ihr Studium aus mehreren Quellen, also eine Mischfinanzierung z. B. aus Kindergeld, BAföG, Job und Unterstützung durch die Eltern.

Wie finde ich einen Nebenjob?

  • Mit einer Arbeit als studentische Hilfskraft wahrst du den Bezug zur Hochschule, siehst wie deine DozentInnen außerhalb der Seminare arbeiten und bekommst vielleicht schon eine Idee für deine Abschlussarbeit. Es lohnt sich, zuerst nach sogenannten Hiwi-Stellen Ausschau zu halten. Es werden in der Regel dafür Studierende gesucht, die bereits zwei Semester hinter sich haben, aber es gibt auch einige Stellen, für die du dich gleich nach Studienbeginn bewerben kannst. Du findest solche Stellen meist an Aushängen in der Uni oder den sogenannten „Schwarzen Brettern“. Diese gibt es mehr und mehr auch online, aber prüfe die Angebote genau.

    Unsere Mentorin Maria Therese berichtet im Interview über ihre Erfahrungen als studentische Hilfskraft. Zum Interview …

  • Jobs mit Fachbezug sind begehrt, denn vielleicht ergibt sich nach dem Abschluss eine feste Stelle darüber. Um sie zu finden, kannst du regelmäßig die Stellenanzeigen durchgehen, dich initiativ bewerben oder die Seiten deiner Wunschfirmen aufmerksam beobachten.

  • Wenn du keine Arbeit an der Hochschule und mit Fachbezug bekommst, ist ein drittes Kriterium der Stundenlohn. Wenn es dir möglich ist, achte immer auf die Zeit, die du investierst und die, die dir fürs Studieren bleibt.

Was es beim Kellnern, Nachhilfe geben oder als studentische Hilfskraft zu beachten gibt, erklärt dir unter anderem die Studis online auf ihren Internetseiten sowie das Deutsche Studentenwerk (DSW).

Darf ich jobben, wenn ich BAföG erhalte?

Ja, aber du solltest einen Verdienst von ca. 400 Euro im Monat nicht überschreiten. Wenn du im Jahr mehr als 4.880 Euro verdienst, wird jeder darüber hinaus verdiente Euro vom BAföG abgezogen. Ab dem 1. August 2016 steigt diese Grenze auf 5.400 Euro, sodass du ab dann jeden Monat den vollen Minijob-Lohn von 450 Euro ohne Abzüge beim BAföG hinzuverdienen kannst. Das gilt ebenfalls für Jobs in der Semesterferien. Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich an die kostenlose BAföG-Hotline 0800-6223634 wenden.

Suchmaschinen zur Recherche

Im folgenden haben wir eine kleine Linkliste erstellt, mit der du dich weiter umsehen kannst:

Wenn du Fragen zur Arbeitszeit, Urlaub und Lohn etc. hast, kannst du dich auch an die DGB-Jugend (Deutscher Gewerkschaftsbund) wenden.