Doktorarbeit finanzieren

Du hast mit großer Freude an deiner Masterarbeit gearbeitet und denkst nun darüber nach, eine Doktorarbeit zu schreiben? Natürlich stellt sich dabei besonders für AkademikerInnen der ersten Generation die Frage, wie du in dieser Zeit deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst? Zudem gilt es auszuhalten, wenn sich deine Familie fragt, wann du "endlich" mal anfängst "richtig" zu arbeiten. In der ArbeiterKind.de-Community engagieren sich viele, die gerade an ihrer Doktorarbeit schreiben oder sie bereits abgeschlossen haben und wir möchten dir Mut machen und einen ersten Überblick geben.

Als Wissenschaftliche/r MitarbeiterIn arbeiten und Doktorarbeit schreiben

Du kannst Berufserfahrung an der Uni sammeln und gleichzeitig die Doktorarbeit schreiben, wenn du als wissenschaftliche/r MitarbeiterIn arbeitest. In der Regel bist du dann am Lehrstuhl einer Professorin bzw. eines Professors oder auch in einem Forschungsprojekt beschäftigt. Der Vorteil liegt darin, dass du bereits im Unibetrieb arbeitest, die Schwierigkeit besteht allerdings darin, neben der Arbeit genügend Zeit für deine Doktorarbeit zu finden. Zudem werden solche Stellen häufig an AbsolventInnen gegeben, die bereits als studentische Hilfskraft gearbeitet haben oder in der Abschlussphase des Studiums von einer Professorin oder einem Professor angesprochen wurden. Einige Stellen werden jedoch auch offen ausgeschrieben und dann lohnt sich auf jeden Fall eine Bewerbung. Akademische Stellen findest du im Stellenmarkt der ZEIT und auf den Internetseiten der Hochschulen.

Die Doktorarbeit an einem Graduiertenkolleg oder einer Graduiertenschule schreiben

In Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen werden gleichzeitig mehrere DoktorandInnen aufgenommen, die zu einem bestimmten Themenfeld forschen oder aus bestimmten Fachbereichen stammen. Häufig ist die Aufnahme auch mit einem Stipendium für zwei bis drei Jahre verbunden. Hier schreibst du deine Doktorarbeit nicht allein in deinem stillen Kämmerlein, sondern du besuchst Kurse für DoktorandInnen, Kolloquien, Vorträge und organisierst vielleicht sogar gemeinsam mit anderen eine Tagung. Informationen über aktuelle Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen findest du auf der Internetseite der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die Doktorarbeit mit einem Stipendium von einem der 13 Begabtenförderungswerke finanzieren

Die 13 Begabtenförderungswerke, die wir bereits in der Rubrik "Studium finanzieren" als Stipendiengeber vorgestellt haben, vergeben auch Stipendien für die Promotion, also das Schreiben deiner Doktorarbeit. Hier zählt jedoch nicht nur deine fachliche Kompetenz, sondern auch dein gesellschaftliches oder politisches Engagement. Wenn du dich erfolgreich um ein Stipendium bewirbst, erhältst du für zwei bis drei Jahre monatlich 1.150 Euro plus eine Forschungskostenpauschale von 100 Euro. Zudem lernst du andere DoktorandInnen kennen, mit denen du dich vernetzen und austauschen kannst. Letztlich hast du die Möglichkeit spannende Veranstaltungen zu besuchen oder selbst mit anderen DoktorandInnen Veranstaltungen oder Tagungen zu organisieren. Wichtig ist, dass du die Begabtenförderungswerke daraufhin durchsiehst, welches Selbstverständnis sie haben und womit du dich am besten identifizieren kannst. Auf den Internetseiten der Stiftungen findest du Informationen darüber, wie du dich bewerben kannst.

ArbeiterKind.de-Tipp

Einige unserer ArbeiterKind.de-Gruppen haben bereits eigene Doktorandengruppen, z. B. München  und Hamburg. In unserem ArbeiterKind.de-Netzwerk gibt es auch eine Extra-Seite für Fragen rund um die Promotion.

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