Studienkompass

Stipendiatin Manuela AkinName: Manuela Akin
Schule: Lessing Gymnasium Hamburg-Harburg
Förderprogramm: www.studienkompass.de
 
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Wie bist Du auf die Idee gekommen, Dich beim Studienkompass zu bewerben?

Von selbst wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen mich beim Studienkompass zu bewerben. Die Oberstufenkoordinatorin meiner Schule hat eine Gruppe von Schülern, mich mit eingeschlossen, auf dieses Programm aufmerksam gemacht. Nachdem ich mich ein bisschen näher mit dieser Möglichkeit beschäftigt habe und auf dem Informationsabend am Emil-Krause-Gymnasium war, stand für mich fest, dass ich mich für den Studienkompass bewerben möchte. Schließlich hatte ich nichts zu verlieren und würde Hilfe auf meinem Weg ins Studium bekommen.

Da ich mich noch überhaupt nicht entscheiden konnte was ich nach dem Abitur studieren möchte, kam mir dieses Hilfeangebot sehr gelegen.

Auf welche Weise wirst Du beim Studienkompass-Programm gefördert?

Das Programm Studienkompass hilft mir innerhalb von mehren Trainings meine Fähigkeiten, sprich Stärken bzw. Schwächen, zu entdecken. Auf dieser Basis findet man dann seine individuell passende Studienrichtung. Außerdem soll der Weg ins Studium durch Hilfestellungen erleichtert werden, zum Beispiel indem man auf Exkursionen erfährt, wann man sich für welche Art von Hochschule am besten bewerben sollte.

Nach etwa eineinhalb Jahren sollte jeder Teilnehmer für sich entscheiden können, was er nach dem Abitur machen möchte. Das Wichtigste dabei ist, das Interesse am "Traum vom Studium" nicht zu verlieren, unter dieser Voraussetzung läuft alles ganz wie von selbst. Denn wer etwas will, der muss auch zeigen, dass er etwas dafür tut und wie sehr er es will.

Stellt das Studienkompass-Programm auch bestimmte Erwartungen an Dich als Teilnehmerin?

Selbst muss man auch einiges tun. An jedem Studienkompass-Standort (d.h. dort wo das Programm angeboten wird) gibt es eine Regionalgruppe, die sich regelmäßig trifft und von Vertrauenspersonen bei Aktivitäten unterstützt wird. Hier haben wir sogenannte Interessengruppen gebildet, in denen wir zusammen Informationen über einen Studiengang und den dazugehörigen Beruf herausfinden.

Jede Gruppe hat einen Lotsen, das sind ehrenamtlich tätige Erwachsene aus der Region, die versuchen uns auf alle Fragen Antworten zu liefern (um es mal kurz zu formulieren). Und nach dem Abitur sollte jeder Teilnehmer für sich entscheiden, was er/sie studieren möchte.

Welche Ziele verfolgt das Studienkompass-Programm?

Das Studienkompass-Programm versucht Schülern aus überwiegend nicht-akademischen Familien den Weg ins Studium zu erleichtern, indem es bei der Entscheidung zum passenden Beruf bzw. Studiengang hilft.

Ab welchem Schuljahr kann man sich beim Studienkompass bewerben?

Die Bewerber müssen sich drei Jahre vor dem Abitur befinden. Bewerbungszeitraum ist immer im Frühjahr, die genauen Daten stehen rechtzeitig auf der Internetseite www.studienkompass.de.

Wie verlief Dein Auswahlverfahren beim Studienkompass? (Dauer / Ablauf / Auswahlgespräche / Probleme?)

Das Auswahlverfahren war recht unkompliziert. Es fand in Hamburg am Computer im Emil-Krause-Gymnasium statt, wo zuvor der Informationsabend zum Programm Studienkompass stattgefunden hatte. Am Eingang wurden wir begrüßt und anschließend zu den Räumen und sogar zu den, uns zugeteilten, Sitzplätzen geleitet.

Bei dem Auswahlverfahren wurden uns Fragen zu verschiedenen Themen gestellt. Der Auswahltest am Computer bestand teilweise aus mathematischen Aufgaben, zum anderen Teil aus Verständnisfragen und ein großer Teil bestand aus Fragen zu unserem privaten Umfeld bzw. was wir in unserem Leben für Erfahrungen gemacht haben und wie wir mit bestimmten Situationen umgegangen sind. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, konnten wir wieder gehen. Das Auswahlverfahren basierte nur auf diesem "Test" am Computer.

Was sind Deiner Meinung nach Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung?

Die wichtigste Vorraussetzung dafür ist, die Lust an so einem Programm. Der Rest klärt sich dann von selbst.

Welche Ratschläge würdest Du zukünftigen Bewerbern für die schriftliche Bewerbung und die Auswahlgespräche geben?

Keine Angst haben und sich selbst treu bleiben. Verlieren kann man nichts, aber gewinnen tut man viel, wenn man ausgesucht wird. Das Beste sind die Bekanntschaften die man schließt.

Muss man ein „Einserkandidat“ sein, um beim Studienkompass-Programm teilnehmen zu können?

Nein, man muss einen normalen Zeugnisdurchschnitt haben. Das heißt bis 2,5 oder auch ein bisschen schlechter ist auch noch okay.

Wie finden es Deine Eltern, dass Du am Studienkompass-Programm teilnimmst?

Meine Eltern finden es gut, dass ich am Studienkompass teilnehme, so wie der Rest meiner Familie auch. Ich glaube sie sind sogar sehr stolz auf mich, dass ich meinen Weg gehe.

Was gefällt Dir besonders gut am Studienkompass-Programm?

Besonders gefallen mir die Leute mit denen ich zu tun habe. Es geht immer sehr lustig und interessant zu bei den Treffen. Sehr spannend sind dann die Lebensgeschichten der anderen Teilnehmer oder der Lotsen. Außerdem gefällt mir, dass wir zusammen nach Berlin gefahren sind und dass alles für die Teilnehmer kostenfrei ist.

Haben wir noch eine wichtige Frage vergessen? Möchtest Du zukünftigen Bewerbern oder generell Schülerinnen und Schülern, deren Eltern nicht studiert haben, noch etwas mit auf den Weg geben?

Wenn man sich selbst treu bleibt, muss man sich hinterher nie Gedanken machen etwas falsch gemacht zu haben. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass es auch Menschen gibt, die einem helfen wollen, deswegen muss man schon aufpassen, dass man sich den richtigen Weg aussucht. Also einfach bewerben und freuen, dass es irgendwo doch noch Hilfe gibt.