Welche Studienkredite gibt es?

Neben Studentenjobs, BAföG oder Stipendien gibt es weitere Möglichkeiten sich sein Studium zu finanzieren, zum Beispiel durch Studienkredite. Hier erhältst Du einen ersten Überblick:

Staatliche Kredite für Studiengebühren

Zur Finanzierung der Studiengebühren bieten die Landesbanken der jeweiligen Bundesländer staatliche Kredite an. Besonders für BAföG-Empfänger können diese Kredite vorteilhaft sein, denn in einigen Bundesländern gibt es eine gemeinsame Rückzahlungsgrenze von BAföG und Studiengebührenkredit. So müssen in Niedersachen zum Beispiel für BAföG und Studiengebührenkredit gemeinsam maximal 15.000 und in Nordrhein-Westfalen 10.000 Euro zurückgezahlt werden. Unter bestimmten Umständen lässt sich also durch die Aufnahme von Schulden Geld sparen. Hier lohnt es sich sowohl mit als auch ohne BAföG genau nachzurechnen und sich von den Experten der Studentenwerke beraten zu lassen.

Staatlicher Bildungskredit der KfW 

Unabhängig vom Einkommen Deiner Eltern und vom BAföG vergibt die staatliche KfW-Förderbank einen Bildungskredit. Dieser wird jedoch erst nach zwei Jahren Studium oder der Zwischenprüfung gewährt. Mit dem Bildungskredit sollen Studierende außergewöhnliche Kosten, wie zum Beispiel ein Auslandssemester oder die Studienabschlussphase finanzieren können. Es können maximal 300 Euro monatlich für längstens zwei Jahre, also höchstens 7200 Euro beantragt werden. Im Gegensatz zum BAföG muss der Bildungskredit allerdings nach dem Studium vollständig und zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden.

Bildungskredit-Flyer der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Studienkredite für Lebenshaltungskosten und Studiengebühren anderer Anbieter

Seit der Einführung von Studiengebühren in einigen Bundesländern, bieten auch immer mehr Kreditinstitute Darlehen für Studierende an. Hier ist jedoch große Vorsicht geboten. Denn die Höhe der Zinsen und die weiteren Regelungen sind jeweils sehr unterschiedlich und können riskant sein. Bevor Du diese Kredite in Betracht ziehst, solltest Du genau prüfen, ob Du nicht doch BAföG beantragen kannst oder gute Chancen auf ein Stipendium hast. Nutze auch hier das Beratungsangebot der Studentenwerke.

Das Centrum für Hochschulentwicklung hat 33 Studienkredite 2011 getestet. Das Ergebnis kannst in der ausführlichen Version herunterladen. Außerdem findest Du auf der Internetseite studis-online eine Aufstellung der unterschiedlichen Kreditangebote und Bedingungen.

Auf der Interentseite von www.studienkredit.de kannst Du mehrere Angebote vergleichen.

Logo Studienkredite.de
Logo Kuhlmann Stiftung

Zinsloser Studienabschlusskredit

In der Abschlussphase des Studiums müssen letzte Hürden genommen werden. Für finanzielle Engpässe gibt es Hilfe von der E.W. Kuhlmann-Stiftung mit ihrer "Mikrokredit-Studienhilfe": ein zinsloses Dahrlehen für fünf Jahre. Das Darlehen ist als besonders günstig vom CHE-Studienkredit-Test 2011 eingestuft worden. mehr...

Bildungsfonds

Eine weitere Art von Studienkrediten bieten Bildungsfonds. Dabei zahlen Investoren eine bestimmte Summe in einen gemeinsamen „Topf“ bzw. Fond ein, von denen Studienkredite finanziert werden. Das Geld kann aber auch von einer Stiftung stammen. Die finanzierten Studierenden zahlen nach Ende ihres Studiums das Geld mit Zinsen oder über einen bestimmten Zeitraum einen festgesetzten Prozentsatz Ihres Gehalts zurück. Das Geld geht dann anteilig an die Investoren, die dadurch einen Gewinn erzielen. Wenn die zurückzuzahlende Summe vom späteren Gehalt abhängt, müssen die Bewerber meist einige Tests durchlaufen und werden nach der Wahrscheinlichkeit Ihrer Erfolgsaussichten ausgewählt.

Einige Universitäten haben auch eigene Bildungsfonds eingerichtet, wie zum Beispiel die Technische Universität München. Auf der Suche nach Alternativen zu Bankkrediten lohnt es sich, einen Blick auf Studienfonds zu werfen, da ihre Konditionen besser sein können. Weitere Informationen über Bildungsfonds findest Du auf der Internetseite studis-online.

Anbieter von Bildungsfonds:
Bildungsfonds der CareerConcept AG
Deutsche Bildung GmbH