ArbeiterKind.de in Hessen

Unser Info-Stand beim Unistart an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Foto: ArbeiterKind.deIn Hessen engagieren sich unsere Ehrenamtlichen in sieben lokalen Gruppen für alle, die als Erste in der Familie studieren. Sie besuchen Schulen, Bildungsmessen und Informationsveranstaltungen zum Thema Studium, um SchülerInnen zum Studium zu ermutigen, auch wenn in der Familie bisher niemand ein Studium absolviert hat.

Denn die soziale Herkunft entscheidet großteils immer noch über den Bildungs- und Berufsverlauf von vielen Kindern. Das führt beispielsweise dazu, dass in den Gymnasien in Hessen fünfmal mehr Kinder auf eine Real- oder Gesamtschule wechseln, als dass begabte und motivierte RealschülerInnen auf ein Gymnasium wechseln*.

Ziel ist, dass jedes Kind in Hessen eine gerechte Chance auf einen Bildungsaufstieg bekommt. Wir möchten Kinder, die sich für ein Studium interessieren, ermutigen, unterstützen und über den gesamten Prozess des Studiums begleiten, bis hin zum Berufseinstieg.

* Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) (2012): Chancenspiegel. Zur Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit deutscher Schulsysteme. Gütersloh, S. 60.


Unsere Gruppen in Hessen

Aktuell gibt es in Hessen siebe lokale ArbeiterKind.de-Gruppen: Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Kassel, Offenbach, Marburg.
 

Hessen
Bundesländer

Wir informieren an Schulen, Hochschulen und auf Informationsveranstaltungen über die Fragen: Warum studieren? Was studieren? Wie finanzieren? Dabei möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema „Studierende der ersten Generation“ sensibilisieren.

Unsere Ehrenamtlichen in Kassel lächeln auf einer Veranstaltung in der Hochschule (Foto: Ellen Herzog)Unsere Informations- und Unterstützungsangebote bauen wir stetig weiter aus und informieren mittlerweile SchülerInnen aller Schulformen ab der 9. Klasse sowie an Abend- und Berufsschulen. Wir gründen und verstetigen in allen hessischen Hochschulstandorten lokale ArbeiterKind.de-Gruppen und vernetzen uns mit UnterstützerInnen vor Ort. Darüber hinaus führen wir begeistert und engagiert den Dialog mit KooperationspartnerInnen über das Thema Bildungsgerechtigkeit.

Ziel ist, in naher Zukunft ein Berufseinstiegsprogramm für Studierende der ersten Generation an den Hochschulen in Hessen aufzubauen. Auch der Ausbau eines hessenweiten Netzwerks von UnterstützerInnen und KooperationspartnerInnen aus Wirtschaft und Verbänden mit dem Ziel Studierende der ersten Generation zu fördern ist geplant.


Wir suchen...

Wir suchen Bildungseinrichtungen, d. h. Kontakt zu LehrerInnen, ElternvertreterInnen, SchulsozialarbeiterInnen, ProfessorInnen, Lehrbeauftragten u.v.m., um in Informationsveranstaltungen an Schulen und Workshops über die Themen Erste an der Uni, Studienfinanzierung und Stipendien zu informieren. Mit unseren eigenen Erfahrungen möchten wir zum Studieren ermutigen. Wenn Sie mehr über unsere Schulinformationsveranstaltungen erfahren möchten, schauen Sie bei unseren Partnerschulen vorbei.

Zudem möchten wir uns mit Verbänden und Unternehmen stärker vernetzen, um für mehr Bildungsgerechtigkeit und den Bildungsaufstieg zu sensibilisieren. Mit unserem Berufseinstiegs-Mentoring-Programm unterstützen wir zudem AbsolventInnen bei ihren beruflichen Plänen – auch hier freuen wir uns über Unterstützungsangebote.


Kooperationen mit Hochschulen/ Universitäten

Gesprächssituation bei einem unserer Themenabende Foto: ArbeiterKind.de

Im Mai 2008 wurde ArbeiterKind.de an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gegründet und mithilfe einer Koordinationsstelle sind wir bis heute eng mit der Universität verbunden. Unsere Regionalkoordinatorin vor Ort ist Julia Dolscheid. Das aktuelle Unterstützungsangebot für Studierende der ersten Generation umfasst unter anderem Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben und Infoveranstaltungen zur Studienfinanzierung, insbesondere über Stipendien und Auslandsaufenthalte sowie zur Berufsorientierung und zum Berufseinstieg. Einen wichtigen Baustein bildet dabei die enge Vernetzung und Kooperation mit universitätsin- und externen Servicestellen. Neben einem regelmäßigen Gesprächsforum, findet zudem eine wöchentliche, offene Sprechstunde statt.

 

Workshop von ArbeiterKind.de: Gruppe sitzt im Kreis und folgt der Handbewegung unserer Regionalkoordinatorin. (Foto: ArbeiterKind.de)

In der Goethe-Universität Frankfurt am Main (GU) ist seit Herbst 2010 das Regionalkoodinationsbüro Hessen ansässig. Die Regionalkoordinatorin Ellen Herzog vernetzt Akteure und Stakeholder innerhalb der Universitäten und hessischen Hochschulen, als auch im gesamten Bundesland zu den Themen „Bildungsaufstieg“ und „Erste an der Uni“. Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung der Ehrenamtlichen in den lokalen Gruppen. Die Entwicklung von Workshop- und Webinarformaten wird vom Leitungsteam Dolscheid/Herzog verantwortet, ebenso wie die hauptamtliche Expertise an MultiplikatorInnen weiterzugeben. Seit 2015 unterstützt die Goethe-Universität das Modellprojekt „ArbeiterKind.de Goes Hessen“ mit der Ausrichtung auf Inklusion, welches zum Ziel hat, u. a. neue Unterstützungsformate und Angebote zu entwickeln, als auch das Partnerschulprogramm zu etablieren.

ArbeiterKind.de steht mit allen hessischen Hochschulen und Hochschulleitungen in Kontakt und führt an unterschiedlichen Standorten regelmäßig Informationsveranstaltungen durch. Wir freuen uns über weitere Anfragen von Fachbereichen, Lehrenden und UnterstützerInnen.


Auszeichnungen

Die Patricia-Cornelia-Nix-Stiftung verlieh unseren ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in Gießen in Anerkennung und Wertschätzung den Conny-Nix-Preis 2015. Die Stiftung setzt sich insbesondere für die Ausbildung, Qualifizierung und Unterstützung von Mädchen und Frauen ein.