Bewerbungstipps für Stipendien

...für die schriftliche Bewerbung um ein Stipendium

 

1. Frühzeitig anfangen!

Die schriftliche Bewerbung besteht vor allem aus Fleißarbeit: Gutachten müssen angefragt, Zeugnisse und Bescheinigungen zusammengesucht sowie ein aktueller tabellarischer und/oder ausformulierter Lebenslauf geschrieben werden. Außerdem ist der Bewerbungsbogen ausfüllen und ein Motivationsschreiben zu erstellen. Die erste Hürde auf dem Weg zum Stipendium besteht also darin, die Unterlagen vollständig und fristgerecht einzureichen. Daher solltest Du Dich zunächst über die Fristen informieren und Dir einen Überblick über die geforderten Unterlagen verschaffen. Die Bewerbungsunterlagen können meist im Internet heruntergeladen werden. Anschließend solltest Du Dir eine Checkliste anlegen und diese nach und nach abarbeiten. Frage bei Lehrern, Dozenten oder Professoren früh genug nach, ob Sie bereit sind, Dir Gutachten zu schreiben, und welche Unterlagen Sie dazu benötigen. Dies gilt auch, falls Du noch um Bescheinigungen, z.B. über Dein ehrenamtliches Engagement, bitten musst. Zudem solltest Du ihnen für die Erstellung genügend Zeit geben. Wird es zeitlich knapp, erinnere Sie zwischendurch noch mal freundlich an den Einsendeschluss.

2. Zeit und Mühe in Motivationsschreiben investieren!

Für das Motivationsschreiben solltest Du Dir genügend Zeit nehmen, denn es ist ein wichtiger Teil der Bewerbung. Versuche einen spannenden Einstieg zu finden, z.B. durch ein Zitat oder ein persönliches Erlebnis. Einleitungen wie „Mein Name ist Julia Müller und ich studiere ... und möchte mich um ein Stipendium bewerben“ sind zu langweilig. Du solltest Dich mit Deinem Anschreiben von anderen Bewerbungen abheben, denn die Gutachter lesen sehr viele Bewerbungen. Wenn Du dann mit einem hervorstechenden Satz aufwarten kannst, wird man Deiner Bewerbung genauere Aufmerksamkeit schenken. So solltest Du darauf eingehen, was Dich dazu motiviert, Dich genau bei dieser Stiftung zu bewerben. Inwiefern identifizierst Du Dich mit den Wertvorstellungen der Stiftung? Wird das beispielsweise in Deinem ehrenamtlichen Engagement deutlich? Worin besteht Dein gesellschaftliches Engagement (Sport- oder Musikverein, Jugendgruppe oder ähnliches)? Warum studierst Du? Welche (beruflichen) Ziele hast Du?

Gerne unterstützen wir Dich beim Verfassen Deines Motivationsschreibens. Wende Dich einfach an einen ArbeiterKind.de-Mentor in Deiner Nähe oder schreib’ uns eine E-Mail an urbatsch@arbeiterkind.de

3. Vollständigen und übersichtlichen Lebenslauf erstellen!

Ob tabellarischer oder ausführlicher Lebenslauf, er sollte auf jeden Fall vollständig und übersichtlich sein. Am besten Du besorgst Dir einige Vorlagen, z.B. aus Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis oder auch aus dem Internet.  Fühlst Du Dich beim Verfassen unsicher, kannst Du Dich gerne einen ArbeiterKind.de-Mentor in Deiner Nähe wenden oder uns eine E-Mail schreiben an urbatsch@arbeiterkind.de.

4. Bewerbung Korrekturlesen lassen!

Lass’ Deine Bewerbungsunterlagen von mindestens einer geeigneten Person Korrektur lesen, damit sie möglichst wenige Rechtschreibfehler enthält und formal gut aussieht.

Gerne übernimmt dies ein ArbeiterKind.de-Mentor in Deiner Nähe. Schreib’ einfach eine E-Mail an urbatsch@arbeiterkind.de!

5. Für ordentliches Erscheinungsbild und vollständige Bewerbung sorgen!

Achte darauf, dass Die Bewerbung ordentlich aussieht und vollständig ist. Soweit möglich solltest Du daher die Bewerbungsbögen am Computer ausfüllen und Dir ansonsten viel Mühe beim handschriftlichen Ausfüllen geben.  Sieht ein Blatt nicht ordentlich aus, weil zum Beispiel die Druckerpatrone fast leer ist, schnell ein neue kaufen und noch einmal ausdrucken. Überprüfe vorm Abschicken mehrmals, ob die Unterlagen vollständig sind.

ArbeiterKind.de wünscht Dir viel Erfolg dabei und hilft gerne weiter. Wende Dich einfach an einen ArbeiterKind.de-Mentor in Deiner Nähe oder an uns urbatsch@arbeiterkind.de!

 

...für das Auswahlgespräch

Erfüllst Du die grundsätzlichen Voraussetzungen für ein Stipendium?

1.  Auf das Gespräch vorbereiten

Vor dem Gespräch solltest Du Dich auf den Internetseiten der jeweiligen Stiftung über deren Wertvorstellungen und historischen Hintergrund informieren. Zudem kann es hilfreich sein, in den Wochen und Tagen vor dem Gespräch Zeitung zu lesen bzw. sich über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren. Auf eine Standardfrage kannst Du Dir bereits vorher eine Antwort überlegen; sie lautet sinngemäß: „Warum möchten Sie bei der XY-Stiftung aufgenommen werden? Was ist Ihre Motivation? Inwiefern identifizieren Sie sich mit den Werten der Stiftung?“ Die Vertrauensdozenten stellen häufig auch einige kritische Fragen. Also kannst Du Dir schon im Vorhinein überlegen, welche kritischen Fragen Dir gestellt werden könnten, z.B. nach Lücken im Lebenslauf oder einer verpatzten Prüfung. Die Schwachpunkte selbst sind nicht schlimm; mit ihnen soll nur Deine Reaktion getestet werden. Wichtig ist, dass Du dann nicht „einknickst“, sondern in der Lage bist, Deine Schwächen zu sehen, zu ihnen zu stehen und auch etwas Positives daraus zu ziehen.

2. „Ordentliche“ Kleidung

Vielleicht ist es für Dich selbstverständlich, aber vorsichtshalber sei gesagt, dass Du bei dem Auswahlgespräch möglichst nicht mit T-Shirt, Jeans und Turnschuhen auftreten solltest. Andererseits solltest Du aber auch kein überzogenes Businessoutfit tragen, besonders, wenn Du Dich darin nicht wohl fühlst. An Deiner Kleidung bzw. Deinem Auftreten, sollte ein gewisser Respekt gegenüber dem Vertrauensdozenten und dem Auswahlgespräch erkennbar sein.

3. Selbstbewusst, aber nicht arrogant auftreten

Lass’ Dich im  Auswahlgespräch durch den Vertrauensdozenten oder die Auswahlkommission nicht verunsichern! Sei selbstbewusst, aber authentisch. Überspiele Deine Unsicherheit also nicht durch Arroganz. Die Kunst liegt darin, selbstbewusst, aber nicht arrogant zu wirken. Zudem solltest Du zum einen wissen, was Du willst, d.h. bestimmte Ziele verfolgen, zum anderen aber (auch) für Anregungen offen sein.

4. Auf provokante Fragen gefasst sein

Wie schon erwähnt, könnte Dir der Vertrauensdozent oder die Auswahlkommission auch einige kritische Fragen stellen und versuchen Dich zu provozieren, um Deine Reaktion zu testen. Lass’ Dich dabei nicht aus der Ruhe bringen, sondern versuche die Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Es ist nicht schlimm, wenn Du mal eine Frage nicht beantworten kannst, aber versuche im Gespräch zu bleiben. Anstatt zu sagen „Weiß ich nicht?“, solltest Du liebe so etwas sagen, wie „darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht, aber spontan würde ich sagen...“.  Sollte eine Diskussion entstehen, versuche Deine Meinung zu verteidigen und Dich nicht verunsichern zu lassen. Gleichzeitig ist es jedoch auch wichtig, eine gewisse Offenheit gegenüber Gegenargumenten und Anregungen zu zeigen.

5. Gespräch und Ergebnis nicht persönlich nehmen!

Egal, wie das Gespräch verläuft, und ob Du ein Stipendium bekommst oder nicht, nimm es nicht persönlich! Bleib’ selbstbewusst, und geh’ Deinen Weg! Um ein Stipendium zu erhalten, gehört auch immer etwas Glück dazu. Falls es nicht klappt, lohnt es nicht, sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Also, lass Dich nicht ins Boxhorn jagen und probier’ es weiter oder verfolge Plan B!

Das ArbeiterKind.de-Team wünscht Dir viel Erfolg dabei und hilft gerne weiter. Wende Dich einfach an einen ArbeiterKind.de-Mentor in Deiner Nähe oder an uns urbatsch@arbeiterkind.de

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