PRESSEMITTEILUNG

Internetportal ArbeiterKind.de gestartet

Neue Initiative ermutigt Schüler nicht-akademischer Herkunft zum Studium und hilft ihnen beim Studieneinstieg

Gießen, 04. Mai 2008 – In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut der aktuellen Sozialstudie des deutschen Studentenwerks nehmen von 100 Akademikerkindern 83 ein Hochschulstudium auf. Dagegen studieren von 100 Kindern nicht-akademischer Herkunft lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die hohe finanzielle Belastung ist dabeinur einer von vielen Gründen, die Abiturienten, deren Eltern nicht studiert haben, häufig von einem Studium abhalten. Wer selbst aus einer nicht-akademischen Familie stammt und trotzdem studiert hat, weiß, dass die eigentliche Benachteiligung in einem großen Informationsdefizit besteht.
 
Die neue Internetseite ArbeiterKind.de zielt darauf ab, dieses Informationsdefizit zu beheben und Schüler aus nicht-akademischen Herkunftsfamilienzur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen. Auf ArbeiterKind.de können sich die Schüler über die Vorteile eines Studiums und die Berufsperspektiven für Akademiker informieren. Außerdem werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich ein Studium finanzieren lässt. Neben dem BAföG werden auch Studierende nicht akademischer Herkunft vorgestellt, die sich erfolgreich um Stipendien bei staatlichen und privaten Stiftungen beworben haben. Um die Schüler auch nach Ihrer Entscheidung für ein Studium als Studierende zu unterstützen, bietet die soziale Initiative ArbeiterKind.de darüber hinaus hilfreiche Informationen darüber, wie man wissenschaftlich arbeitet, im Ausland studierenkann, sich um Praktika bewirbt und schließlich erfolgreich das Examenmeistert.  
 
Über das Internetportal hinaus, plant die Initiative ArbeiterKind.de für den kommenden Herbst als Modellprojekt am Standort Gießen Informationsveranstaltungen an Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Ausgeweitet werden soll dieses Angebot langfristig sowohl auf Veranstaltungen für Studierende als auch auf weitere deutsche Standorte. Im Rahmen des von der Wirtschaft initiierten Wettbewerbs startsocial, der unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin steht, wurde die Initiative ArbeiterKind.de AnfangFebruar mit einem dreimonatigen Beratungsstipendium ausgezeichnet. Im Anschluss an die Beratungsphase wird die startsocial-Jury von den 100 geförderten zunächst 25 Projekte für die Endrunde auswählen und schließlich 7 Bundessieger küren.
 
Die derzeit fünf ehrenamtlichen Team-Mitglieder von ArbeiterKind.de stammen überwiegend selbst aus nicht-akademischem Hintergrund und kennen daher die Probleme, mit denen Kindern aus hochschulfernen Familien während ihrer Schul- und Studienzeit konfrontiert sind aus eigener Erfahrung. Gegründet wurde die Initiative ArbeiterKind.de von Katja Urbatsch, die ebenso wie die weiteren Redakteurinnen Kirsten Pohl und Nadine Pippel als Mitarbeiterinnen und Doktorandinnen am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig ist.
 
 
Pressebilder können unter urbatsch@arbeiterkind.de angefordert werden und stehen auf www.arbeiterkind.de zum Download bereit.
 
Pressekontakt:
Katja Urbatsch
ArbeiterKind.de
Plockstr. 11
35390 Gießen
 
E-Mail: urbatsch@arbeiterkind.de
Festnetz:  0641/ 39 93 477
Mobil:      0179/ 50 53 870
 
Internet: www.arbeiterkind.de