Bewerbungstipps für Auslandsstipendien
Bewerbung vorbereiten
Die Bewerbung um ein Stipendium will gut vorbereitet sein, denn: Auf ein Stipendium beim DAAD oder bei der Fulbright-Kommission bewerben sich i.d.R. sehr viele Studierende.
Da gilt es, sich durch seine Bewerbung einen positiven Gesamteindruck seiner Person zu verschaffen, der sich von dem Profil anderer Bewerber abhebt. Sei es, dass Du Dich seit Jahren ehrenamtlich in einem Verein engagierst, sei es, dass Du mehrere Sprachen sehr gut sprechen kannst – was in der Bewerbung um ein Stipendium zählt, ist ein Gesamteindruck von Dir als unverwechselbarer Persönlichkeit. Dazu zählen nicht nur gute Noten im Studium, sondern auch der berühmte rote Faden in Deinem Lebenslauf im Hinblick auf Studienwahl, Praktika und persönliche Interessen.
Eine Lücke oder ein Bruch im Lebenslauf sind nicht schlimm, solange Du sie plausibel erklären. In Deiner schriftlichen Bewerbung und im Bewerbungsgespräch solltest Du klar darlegen, welches berufliche Ziel Du mit Deinem Studium verfolgst, wie Du Deinen Auslandsaufenthalt in Dein Studium integrierst, und was Du mit dem Auslandssemester zu erreichen hoffst. Auch solltest Du zeigen, dass Du Dich bereits mit der Sprache und Kultur des jeweiligen Landes, in dem Du für ein paar Monate studieren möchtest, auseinander gesetzt hast. Kannst Du diese Voraussetzungen erfüllen, solltest Du in jedem Fall Dein Glück probieren – es geht schließlich um die Finanzierung einer tollen Auslandserfahrung!
Bewerbungsprozedere
Das Bewerbungsprozedere ist je nach Stipendiengeber sehr unterschiedlich. Meist jedoch besteht es aus zwei Phasen, in denen Du Deine Kenntnisse und Fähigkeiten darlegen sollst: Zunächst stellst Du Dich in einem schriftlichen Bewerbungsantrag vor. Dieser besteht i.d.R. aus einem Antragsformular (auf den Seiten der jeweiligen Stipendiengeber zu finden), Deinem Lebenslauf, (mehreren) Gutachten Deines/r Prof/s, Zeugnissen und oft auch einem Motivationsschreiben. Er ist der erste Kontakt mit dem Stipendiengeber und damit Deine „Eintrittskarte“ für ein Bewerbungsgespräch – es lohnt sich also, Zeit und Mühe hierein zu investieren!
Um ein Gutachten kannst Du einen Professor bitten, bei dem Du eine gute Prüfung abgelegt hast, oder mit dem Du in gutem Kontakt stehst. Professoren sind i.d.R. geübt im Verfassen von Gutachten und schreiben auch für Dich – auf der Grundlage Deines Lebenslaufs und einem persönlichen Gespräch mit Dir –ein befürwortendes Empfehlungsschreiben.
In dem Motivationsschreiben solltest Du darlegen, warum Du im Ausland studieren möchtest, welche Faktoren Dich zu der Entscheidung bewogen haben, und was Du mit Deinem Auslandsaufenthalt erreichen möchtest.
Hast Du die erste Bewerbungshürde geschafft und wirst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, gilt es, sich gezielt darauf vorzubereiten. In diesem stellst Du Dich einer Auswahlkommission vor, die i.d.R. aus Professoren und Mitarbeitern der jeweiligen Geld gebenden Einrichtung bestehen. Häufig sind Fragen nach Deinem Lebenslauf, Deiner Motivation für Dein Studienfach sowie für den Auslandsaufenthalt. Darüber hinaus solltest Du im Gespräch zeigen, dass Du Dich bereits mit Politik, Kultur, Gesellschaft und Sprache Deines Wunschlandes beschäftigt hast. Auch Fragen zur Allgemeinbildung kommen manchmal vor.
Die Gespräche mögen auf den ersten Blick einschüchternd wirken, aber keine Sorge! Auch wenn Dich die Gutachter kritisch befragen, möchten Sie insbesondere Deine Motivation und die Authentizität Deiner schriftlichen Bewerbung überprüfen. Dass Du gut und „förderungswürdig“ bist, hast Du mit der Einladung zum Bewerbungsgespräch bereits bewiesen!
Wird Dir ein Stipendium bewilligt, steht einer wertvollen Zeit im Ausland nichts mehr im Weg!